Nachlese zum „Tag des offenen Denkmals 2013“

„Helden gefallen im Ringen Deutschlands um Ehre und Sein. Nie wird ihr Name verklingen, geheiligt soll er uns sein.“ – Diese Inschrift findet sich auf dem Kriegerehrenmal in Lienen-Höste, das sich direkt an der Lengericher Straße befindet.
Für uns heute, die wir nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges nur noch wenig mit „militärischem Heldentum“ und emotional aufgeladenen „nationalen Ehrgefühlen“ anfangen können, wirkt diese Beschriftung wie aus einer anderen Welt.

 

Der am Denkmaltag gehaltene Vortrag zu diesem Thema mit Quellen- und Literaturnachweisen kann auf der Homepage des Heimatvereins Lienen e.V. zur genaueren Lektüre kostenlos heruntergeladen werden. Hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

Lienen - Höste

 

 

 

 

 

 

 

Dabei stammt sie eigentlich „nur“ aus einer anderen Zeit, nämlich aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Dass aber diese noch recht junge deutsche Vergangenheit im Vergleich mit unserer Gegenwart auch eine völlig „andere Welt“ ist, das machte ein Vortrag von Dr. Christof Spannhoff am vergangenen „Tag des offenen Denkmals 2013“ im Haus des Gastes deutlich. Der Denkmaltag, der in Lienen in Zusammenarbeit von der Tourist-Information und dem Heimatverein Lienen e.V. ausgerichtet wurde, stand unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“.
Historiker Spannhoff untersuchte aus diesem Anlass die Lienener Kriegerehrenmale, die im Vorfeld sämtlich von Ute Peters zur besseren Anschauung fotografiert worden waren, und betrachtete sie als wichtige mentalitätsgeschichtliche Quelle: Warum überhaupt entstand diese Art von Denkmalen? Wieso unterscheiden sie sich gestalterisch? Welche Symbolik in Wort und Bild wohnt ihnen inne? Und welchen Nutzen haben sie heute noch für unsere Gesellschaft?
Diese und weitere Fragen wurden am vergangenen Sonntag erörtert und anschließend eingehend von den Zuhörern diskutiert. Eine gelungene Veranstaltung, die allerdings etwas besser hätte besucht werden können, wie Friedel Stegemann, Vorsitzender des Heimatvereins, feststellte.

Die Ergebnisse des Vortrages wurden in einer Ausstellung mit dem Titel: „Die Kriegerehrenmale in Lienen: Unbequeme Denkmale oder Orte historischen Lernens?“ zusammengetragen, die noch bis Ende September 2013 zu den Öffnungszeiten im Haus des Gastes kostenfrei besucht werden kann (montags-freitags 10.00 – 17.00 Uhr, samstags 11.00 – 15.00 Uhr).

 

 

 

 

 

 

 

Lienen - Holzhausen

 

Kattenvenne

Lienen - ev. Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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